Familie Neubauer Schleswig, Paulihof
Familie NeubauerSchleswig, Paulihof

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"Nein" zum Tourismus in Schleswig?

Der Bürgermeister der Stadt Schleswig will ganz offensichtlich den Betrieb vieler schon jahrelang bestehender Ferienwohnungen im gesamten Gebiet der Stadt Schleswig untersagen! Das glauben Sie mir nicht?

Ich wollte es auch nicht wahrhaben - aber lesen Sie selbst was passiert (ist): 

Fortbetrieb Ferienwohnungen

Neues von Neubauer:

Juni 2022

Ob wir wohl irgendwann mal eine Antwort auf unsere Bauvoranfrage zur Errichtung eines Carports mit Solardach bekommen?

Zur Erinnerung: Unsere aktuelle Anfrage datiert vom 28.4.22 - seit dem sind jetzt schon wieder zehn Wochen vergangen!

Ein Angebot über diverses Bauholz und Bedachung haben wir bereits eingeholt ... es könnte losgehen ...

Wenn wir schon keine Genehmigung für unser Solarprojekt bekommen ... ein Balkonkraftwerk kann uns keine Bauaufsicht dieser Welt verbieten - oder doch?

Wir fangen einfach mal ganz klein an und über unsere Erfahrungen berichte ich in der Rubrik "Projekte Paulihof - Solar - Balkonkraftwerk"

Bestellbestätigung für unser erstes Balkon-Kraftwerk

Juli 2022

Das Bauamt der Stadt Schleswig hat auch unsere zweite Bauvoranfrage zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf einer als Parkplatz genehmigten (unbeschatteten) Fläche tatsächlich abgelehnt - am 14.7.2022 erreichte uns der entsprechende Bescheid.

Mehr Informationen zu diesem Thema, Hintergründe und natürlich auch alle weiteren Entwicklungen findet der interessierte Leser hier:

Wieder nur Kopfschütteln über das Bauamt

In der Nacht zum 16.7.2022 ist sie einfach so umgestürzt - unsere uralte, total schief gewachsene Silberpappel am Regenrückhaltebecken. Nun heißt es ersteinmal sägen, sägen, sägen, um den Überlauf wieder freizulegen - bevor die nächste Regenzeit kommt.

Viel lieber hätte ich mit dem Bau der "richtigen" Photovoltaikanlage begonnen ... aber bis wir dafür von unserer geliebten Bauaufsicht grünes Licht bekommen haben wir am 17.7.2022 eines unserer Projekte in Lauerstellung gestartet:

Die Sanierung der alten Grillhütte. 

Eine kleine Projektbeschreibung entsteht in der Rubrik `Projekte Paulihof´ 

 

August 2022

Nach vielen Jahren Vermietung hat es nun auch uns erwischt: Wir haben erstmalig  Mietrückstände zu verkraften und hoffen, dass sich diese unschöne Situation bald in Wohlgefallen auflöst ...

Wir wollen und werden unsere Übernachtungspreise nicht erhöhen - aber in Anbetracht der hohen Energiekosten müssen wir zum kommenden Winter ein paar Veränderungen vornehmen:

Den Mindestzeitraum für einen Aufenthalt in meinen Unterkünften erhöhen wir auf mindestens 7 Übernachtungen. Wir können unsere Ferienwohnungen nicht für wenige Nächte aufheizen und zusätzlich auch noch immense Energiekosten für die anschließende Reinigung & Wäsche aufbringen - dafür bitten wir um Verständnis. 

Möglich ist auch, dass wir in den buchungsschwachen Monaten November und Januar bis März einige Ferienunterkünfte ganz "abmelden" - das bleibt abzuwarten und hängt natürlich auch ganz entscheidend von ihrem Buchungsverhalten ab ...

www.lottoview.de

Solar- bzw. PV-Anlage

Liebe Leser unserer Homepage, dieses Projekt haben wir uns nicht ausgesucht und trotzdem (oder gerade deswegen?) hat es für uns höchste Priorität!

 

Und wieder einmal wird sehr deutlich welche Steine eine Verwaltung ihren Bürgern in den Weg räumen kann, wenn Pragmatismus und Ermessensausübung bei den Entscheidungen keine Rolle spielen ...

 

Doch der Reihe nach:

Unsere jetzige Heizungsanlage (Gas-Brennwert-Therme) wurde 2006 in Betrieb genommen und ist damit schon 16 Jahre alt. Die Heizung versorgt alle 9 Wohneinheiten mit zusammen 13 Bewohnern auf dem Paulihof mit Wärme und Warmwasser.

 

Mittlerweile hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass mit dem Einbau einer neuen Heizung regenerative Ernergie zum Einsatz kommen bzw. auf alternative Heizungsformen umgestellt werden muss. Eine Neuinstallation einer Gastherme soll ab dem Jahr 2025 per Gesetz sogar komplett verboten werden.

Klar könnten wir uns jetzt noch eine neue Gas-Therme einbauen lassen - aber das macht weder ökologisch noch ökonomisch irgendeinen Sinn - unsere jetzige Therme arbeitet ja noch.

Schon Ende 2020 haben wir uns ernsthaft mit alternativen Heizformen beschäftigt, Grundlagen ermittelt und Fachfirmen kontaktiert. Gleich ob Wärmepumpe, Solarthermie oder Infrarotheizung, das Fundament für eine alternative Heizform stellt immer die eigene Stromgewinnung dar. Damit war klar, dass wir irgendwo auf unserem Grundstück eine Photovoltaikanlage installiert werden muss! Nur wo?

Die Baumvielfalt, die Belange des Denkmalschutzes und teilweise auch die Statik einiger Gebäudedächer haben uns schnell die Örtlichkeit für eine solche Anlage gezeigt: Im Nordosten unseres Grundstücks (Flur 488) ist ein solches Vorhaben realisierbar. Es ist zwar nicht der optimalste Standort, aber es würde dort gehen!

Das weiße Rechteck markiert die Lage

So sieht die Örtlichkeit derzeit aus

Am 19.3.2021 haben wir dann unseren ersten Anlauf unternommen, um eine Baugenehmigung zur Errichtung einer Solaranlage mit bis zu 30 Kwp zu erlangen.

Zum Schutz vor Vandalismus und Diebstahl wollten wir die Solaranlage auf einem Holzständerwerk errichten und dieses "Bauwerk" gleichzeitig als Carportanlage nutzen.

Den gewonnenen Strom wollten wir selbst verbrauchen, zum Laden von E-Autos nutzen, alternative Heizformen möglich machen, speichern und natürlich auch ins öffentliche Netz einspeisen.

... das war unser erster Versuch
20210319_Bauvoranfrage.pdf
PDF-Dokument [30.3 KB]

Wenige Tage später erreichte uns ein Anruf aus dem Bauamt:

Ein solches Vorhaben ist an der Stelle rechtlich nicht zulässig, denn dort befindet sich baurechtlich "Grünland" und auf Grünland darf keine Solaranlage errichtet werden!

Wir könnten aber ein benachbartes Waldstück abholzen und dort die geplante Anlage errichten!!

Völlig sprachlos zogen wir auf Anraten der städtischen Mitarbeiterin die Bauvoranfrage zurück und bekamen wenig später eine 2-seitige Kostennote über 41 Euro zugeschickt.

Dann rückte das Thema Solar-Stromgewinnung in den Hintergrund, denn wir mussten uns in der Hauptsache über den Fortbestand der Ferienwohnungen sorgen - schon damit hatten wir alle Hände voll zu tun. Außerdem: Der Strom kommt ja auch aus der Steckdose!

Im Zuge unserer Ferienwohnungs-Umnutzungs-Odyssee mussten wir zusätzliche Parkplätze ausweisen (Feriengäste benötigen nämlich mehr Parkplätze als Einheimische - so zumindest die Aussage aus unserem Bauamt!?). 

 

Und dann passierte eigentlich Unglaubliches:

Unser Architekt hat in dem Umnutzungsantrag für die Ferienwohnung und das Ferienhaus Paulihof dreizehn zusätzliche Parkplätze auf genau dem für die Solar-Carportanlage vorgesehenen Standort ausgewiesen und das Bauamt hat dem Antrag die Zustimmung gegeben! Parkplätze werden auf baurechtlichem Grünland zugelassen, Solaranlagen nicht!?

... es geht um die Parkplätze 1 - 13

 

Nun kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen und die Genehmigung zum Errichten einer Carportanlage mit Photovoltaikdach auf einem jetzt genehmigten Parkplatz ist ein Selbstgänger. Das dachten wir zumindest in unserer Naivität ...

 

Voller Euphorie haben wir am 28.4.2022 unsere Bauvoranfrage aus 2021 neu gestellt:

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Unsere Hoffnung, eigentlich Erwartung, dass dieses Projekt jetzt schnell und unkompliziert über die Bühne gehen würde, erhielt schnell einen Dämpfer: Wochenlang erfuhren wir keine Reaktion aus dem Bauamt, ein Holzangebot von unserem Baustoffhändler mussten wir wegen Fristablauf verstreichen lassen. 

Natürlich blieben wir in der Zeit des Wartens nicht untätig und wandten uns zeitgleich mit unserem Plan - aber auch mit einem Plan B - an die Denkmalschutzbehörde. Die Antwort kam prompt, war kurz gefasst und eindeutig:

Damit hatten wir es schriftlich. Der Denkmal-(Umgebungs-)Schutz macht es "schwierig" im Sichtbereich unseres Hauses eine Photovoltaikanlage zu installieren. Da das Dach des Stallgebäudes (unser "Standort-Plan B") auch erst 15 Jahre alt ist, ist die aufgeworfene Option keine realistische Option für uns.

Gar keine Probleme machten uns mal wieder die Mitarbeiter der Schleswiger Stadtwerke! Wir sollen den Standort und die Leistung der Anlage mitteilen, alles andere würde dann schon laufen ...

Doch zurück zum Bauamt, die Tage und Wochen gingen ins Land, wir konnten nur abwarten ...

Dann, am 28.6.2022 um 15.42 Uhr, genau 2 Monate nach unserer Antragsstellung, klingelte Franks Handy!

"Ich habe hier noch immer die Voranfrage auf dem Schreibtisch liegen, das Vorhaben sei nach wie vor nicht genehmigungsfähig und ob ich die Voranfrage nicht zurücknehmen möchte", lautete die ernstgemeinte Nachfrage aus unserem Bauamt!

Wir mussten um Fassung ringen, die Worte für eine spontane Antwort fehlten uns.

Nein, wir nehmen die Anfrage nicht zurück und warten gespannt auf die Begründung in dem angekündigten Ablehnungsbescheid.

Dieser erreichte uns dann am 15.7.2022, nochmals 17 Tage später, gleich mit einem Gebührenbescheid über 238,00€!