Familie Neubauer Schleswig, Paulihof
Familie NeubauerSchleswig, Paulihof

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"Nein" zum Tourismus in Schleswig?

Der Bürgermeister der Stadt Schleswig will ganz offensichtlich den Betrieb vieler schon jahrelang bestehender Ferienwohnungen im gesamten Gebiet der Stadt Schleswig untersagen! Das glauben Sie mir nicht?

Ich wollte es auch nicht wahrhaben - aber lesen Sie selbst was passiert (ist): 

Fortbetrieb Ferienwohnungen

Neues von Neubauer:

Oktober 2022

Leider haben wir auch für den Oktober keine Pachtzahlung für einen Teil der "Ceremoni" bekommen. Wir haben keine Wahl und erstmals das gerichtliche Mahnverfahren bemüht.

Der erste Schritt, die Online-Beantragung eines Mahnbescheids, verlief völlig unproblematisch. Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass sich die finanzielle Situation unserer Pächter wieder aufhellt.

Sabrina und Niklas auf einer "Safari"

Am 4.10.2022 haben wir uns nach einer sehr langen Zwangspause mal wieder auf den Weg nach Zypern gemacht, um unseren Sohn Niklas zu besuchen. Es war (mal wieder) eine tolle und viel zu kurze Woche bei gefühlten 45 Grad Celsius!

Gleich nach unserer Zypernreise haben wir den neuen Zweitwohnungssteuerbescheid für das Ferienhaus Missunde im Briefkasten gehabt! "Heutige Forderung: 2.638,62€, Gesamtforderung 2.920,95€" stand dort ganz locker mal eben geschrieben ... langsam reicht es. Wer soll dagegen anverdienen? Auch wenn wir Widerspruch eingelegt haben, die Forderung wird trotzdem erstmal abgebucht.

Unfassbar ... unser Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid zum Bau einer PV-Anlage wurde tatsächlich zurückgewiesen!

Am 14.10.2022 erreichte uns das Einschreiben mit der ungeheuerlichen Nachricht. 

Bleibt uns jetzt tatsächlich nur noch der Weg vor das Verwaltungsgericht? Nur, eine Klage dauert, kostet Nerven und Geld! Das müssen wir jetzt erstmal sacken lassen ...

 

Alles zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: Das kann doch alles nicht wahr sein!

 

Irgendetwas müssen wir in Sachen PV-Anlage unternehmen! Als nächstes haben wir uns am 30.10.2022 an den Peditionsausschuss des Land- und Bundestages gewandt und einen Antrag auf öffentliche Befassung mit dem Thema "PV-Anlage auf Grünflächen" gestellt.

Außerdem haben wir die CDU-Innenministerin, den Energiewendeminister und auch alle Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises (somit auch Herrn Dr. Habeck) angeschrieben. Jetzt warten wir auf die Reaktionen ...

November 2022

Quelle: Schleswiger Nachrichten vom 1.11.2022

Die Ereignisse überschlagen sich förmlich!

Am 1.11.2022 erschien in unserer SHZ-Regionalzeitung ein Artikel über die Versagung zum Bau einer PV-Anlage auf unserem Parkplatz. Die Rückmeldungen haben nicht lange auf sich warten lassen, ausnahmslos alle haben ihr Unverständnis ausgedrückt. 

Hier steht Ihnen der komplette Artikel zur Verfügung
20221101_SN_Artikel Photovoltaikanlage.p[...]
PDF-Dokument [2.0 MB]

Ebenfalls am 1.11.2022 haben wir unseren Pächtern der Ceremoni die fristlose Kündigung aussprechen müssen. Nachdem wir die Schlösser ausgetauscht und noch eine Frist von 10 Tagen zur endgültigen Räumung des Gebäudes zugestanden haben, werden wir ab dem 11.11.2022 selber zur Tat schreiten müssen und die Räumlichkeiten wieder vermietbar herrichten (lassen). Mal sehen, was uns dort erwartet ...

Am 2.11.2022 hatten wir einen Ortstermin mit der unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalschutz - natürlich ging es auch dabei um unsere zukünftige Energieversorgung. Wir werden jetzt einen förmlichen Antrag auf Einbau von Luft-Wasser-Wärmepumpen stellen und glauben fest an eine Genehmigung. Dann haben wir für die Umstellung von Gas auf Wärmepumpen 3 Jahre Zeit. Bis dahin haben wir dann auch die zwingend notwendige PV-Anlage (auf unserem Parkplatz?) errichtet! Oder etwa nicht ...???

Unser Bürgermeister hat sich gemeldet und mit uns einen Gesprächstermin für den 11.11.2022, 12.30h, im Rathaus verabredet! Sollten wir so schnell gemeinsam eine Lösung unseres Problems finden? Ich werde berichten ...

 

Hammer!

Am 8.11.2022 war die Marke von 300.000 Besuchern meiner Homepage geknackt!

Danke für so viel Interesse!

Ein Mitarbeiter von Dr. Robert Habeck hat mich heute (8.11.2022) angerufen. Wir haben abgesprochen, dass wir das Bürgermeistergespräch abwarten und dann nochmals sprechen - vielleicht kommt er ja persönlich vorbei, um sich ein Bild zu machen?

Am 10.11.2022 werden die ersten Ausstellungsgegenstände aus unserer Ceremoni von den leihgebenden Fachfirmen abgeholt. Damit kommen wir unserem Ziel, die Räumlichkeiten wieder vermietbar zu machen, ein ordentliches Stück näher.

Die Ceremoni nach der "Flucht" unserer Pächter

Die Insolvenz unserer Pächter, FliesenFreunde Schleswig-Holstein GmbH, beschäftigt uns in jeder freien Minute und lässt alle anderen Projekte und Probleme in den Hintergrund treten. In nur 14 Tagen (24.11.2022) hatten wir alle "fremden" Gegenstände von den jeweiligen Eigentümern aus den Pachträumen entfernen lassen. Zeitgleich haben wir mit der Verwertung der zurückgelassenen Einrichtungsgegenstände begonnen und sehr viel Müll entsorgt - natürlich auf unsere Kosten.

Bis zum 30.11.2022 mussten wir dann auch noch unsere finanziellen Forderungen zur sogenannten Insolvenztabelle anmelden und natürlich belegen. Insgesamt haben wir vier Forderungen mit einem Gesamtvolumen von ca. 130.000€ angemeldet und werden am 14.12.2022 persönlich zum Eröffnungstermin beim Insolvenzgericht erscheinen.

 

Dezember 2022

Eigentlich sollte schon Ende November alles in "Papier und Tüten" sein: Unser Sohn Niklas hat sich ein Haus auf Zypern in Limasol gekauft und wartet jetzt auf den Vollzug der letzten Formalitäten. Wir waren im Oktober bei der Erstbesichtigung dabei und von dem Haus und der Lage echt schwer beeindruckt! Damit stellt sich uns die Frage nach einem Urlaubsziel wohl auf die nächsten Jahre nicht mehr.

 

Schleswiger Nachrichten vom 1.12.2022

Die "Fortsetzung" des Zeitungsartikels gab es am 1.12.2022 und brachte uns noch mehr Aufmerksamkeit ein.

Es gab (fast) nur Zuspruch und Unverständnis über die Entscheidung der Stadtverwaltung.

Ein Herr Lars Engel, SHZ-Online-Leser, wies darauf hin, dass es doch Strom aus der Steckdose gibt und unterstellt uns finanzielle Motivation :-)

Am 8.12.2022 fiel der erste Schnee und verwandelte auch den Paulihof in eine märchenhafte Landschaft

Eine solche "Lebenserfahrung" wollten wir eigentlich nicht mehr machen: Am 14.12.2022 fand vor dem AG Flensburg der Insolvenz-Eröffnungstermin statt - neben uns war noch ein weiterer Gläubiger anwesend. Die gesamte Verandlung war irgendwie skurill und wir hatten den Eindruck, dass das Erscheinen von leibhaftigen Gläubigern eher ungewöhnlich ist!? Ergebnis: Das Insolvenzverfahren wird Jahre dauern, es gibt 6 mal höhere Forderungen als Firmenguthaben vorhanden ist.

Und: Das Gericht und die beteiligten Juristen werden vorrangig bezahlt ...

Weiter im Thema "Photovoltaikanlage":

Von unseren Abgeordneten haben sich Wolfgang Kubicki (FDP) und Petra Nicolaisen (CDU) gemeldet - weder Robert Habeck (Grüne) noch die SPD (Landesgruppe) haben bisher irgendein Wort an uns gerichtet.

Aus der Landesregierung hat sich Bauministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) mehrfach und mit Nachdruck gekümmert. Auf sie setzen wir unsere letzten Hoffnungen!

Von unserem Energie- und Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) hingegen haben wir nicht einmal eine Eingangsbestätigung bekommen!? Unglaublich, oder?

Der Petitionsausschuss hat uns mitgeteilt, dass unsere Petition (natürlich) angenommen wurde, allerdings nicht-öffentlich abgearbeitet wird - davon versprechen wir uns allerdings gar nichts.

 

Wir wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr - hoffentlich sehen wir uns bald gesund und munter wieder!

 

Sie möchten einen Kommentar oder eine Bewertung zu meinen Ferienunterkünften oder auch zu meinen Themen hinterlassen? Ich freue mich über jede (auch kritische) Nachricht ...

über diesen Link gelangen Sie direkt zu meinem Gästebuch!

 

www.lottoview.de

Photovoltaikanlage

Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse:

 

19.03.2021

Erste Bauvoranfrage PV-Anlage an das Bauamt

12.04.2021

Telefonische Mitteilung vom Bauamt, dass Vorhaben ist nicht genehmigungsfähig!

Voranfrage sollte aus Kostengründen zurückgezogen werden ...

13.04.2021

Rücknahme der Bauvoranfrage - Gebührenrechnung über 43,00€

24.06.2021

Genehmigung von 13 zusätzlichen Parkplätzen auf nordöstlicher Grünfläche im Zuge des Umnutzungsverfahrens Ferienwohnung Paulihof

27.04.2022

Zweite Bauvoranfrage PV-Anlage an das Bauamt

11.07.2022

Ablehnungsbescheid mit Gebührenrechnung über 234,75€

03.08.2022

Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid

03.09.2022

Ortstermin mit Bauamtsleiter Pesenacker und Ratsherr Dr. Johannes Thaysen (Grüne/Bündnis90)

12.10.2022

Zurückweisung Widerspruch mit Gebührenbescheid über 117,00€

30.10.2022

Petition Landtag S-H & Bundestag

01.11.2022

Berichterstattung Schleswiger Nachrichten

Informationsschreiben an diverse Abgeordnete und Minister

11.11.2022

Bürgermeistergespräch

01.12.2022

Erneute Berichterstattung Schleswiger Nachrichten

28.12.2022

Negative Vorabnachricht durch Bürgermeister Dose

 

Bisherige Kosten: 394,75€

Bisherige Bearbeitungszeit: über 21 Monate (am 29.12.2022 waren es genau 650 Tage)

Liebe Leser unserer Homepage, dieses Projekt haben wir uns nicht ausgesucht und trotzdem (oder gerade deswegen?) hat es für uns höchste Priorität!

 

Und wieder einmal wird sehr deutlich welche Steine eine Verwaltung ihren Bürgern in den Weg räumen kann, wenn Pragmatismus und Ermessensausübung bei den Entscheidungen keine Rolle spielen ...

 

Doch der Reihe nach:

Unsere jetzige Heizungsanlage (Gas-Brennwert-Therme) wurde 2006 in Betrieb genommen und ist damit schon 16 Jahre alt. Die Heizung versorgt alle 9 Wohneinheiten mit zusammen 13 Bewohnern auf dem Paulihof 1 mit Wärme und Warmwasser.

In dem benachbarten Gebäude (Paulihof 6) versorgt eine 13 Jahre alte Gastherme zusätzlich einen Kindergaten und einen Gewerbebetrieb.

 

Für alle, die es interessiert:

Im Jahr 2021 hatten wir einen Gasverbrauch von 184.740 KWh in den Wohnungen Paulihof 1 und 58.082 KWh im Kindergarten und dem Gewerbebetrieb Paulihof 6 (Ceremoni), zusammen somit 242.822 KWh!

Im Jahr 2020 waren es 231.272 KWh ...

 

Mittlerweile hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass mit dem Einbau einer neuen Heizung regenerative Ernergie zum Einsatz kommen bzw. auf alternative Heizungsformen umgestellt werden muss. Eine Neuinstallation einer Gastherme soll ab dem Jahr 2025 per Gesetz sogar komplett verboten werden.

Klar könnten wir uns jetzt noch neue Gas-Thermen einbauen lassen - aber das macht weder ökologisch noch ökonomisch irgendeinen Sinn - unsere jetzigen Thermen arbeiten ja noch.

Schon Ende 2020 haben wir uns ernsthaft mit alternativen Heizformen beschäftigt, Grundlagen ermittelt und Fachfirmen kontaktiert. Gleich ob Wärmepumpe, Solarthermie oder Infrarotheizung, das Fundament für eine alternative Heizform stellt immer die eigene Stromgewinnung dar. Damit war klar, dass wir irgendwo auf unserem Grundstück eine Photovoltaikanlage installiert werden muss! Nur wo?

 

Die Baumvielfalt, die Belange des Denkmalschutzes und teilweise auch die Statik einiger Gebäudedächer haben uns schnell die Örtlichkeit für eine solche Anlage gezeigt: Im Nordosten unseres Grundstücks (Flur 488) ist ein solches Vorhaben realisierbar. Es ist zwar nicht der optimalste Standort, aber es würde dort gehen!

Das weiße Rechteck markiert die Lage

So sieht die Örtlichkeit derzeit aus

Am 19.3.2021 haben wir dann unseren ersten Anlauf unternommen, um eine Baugenehmigung zur Errichtung einer Solaranlage mit bis zu 30 Kwp zu erlangen.

Zum Schutz vor Vandalismus und Diebstahl wollten wir die Solaranlage auf einem Holzständerwerk errichten und dieses "Bauwerk" gleichzeitig als Carportanlage nutzen.

Den gewonnenen Strom wollten wir selbst verbrauchen, zum Laden von E-Autos nutzen, alternative Heizformen möglich machen, speichern und natürlich auch ins öffentliche Netz einspeisen.

... das war unser erster Versuch
20210319_Bauvoranfrage.pdf
PDF-Dokument [30.3 KB]

Wenige Wochen später erreichte uns ein Anruf aus dem Bauamt:

Ein solches Vorhaben ist an der Stelle rechtlich nicht zulässig, denn dort befindet sich baunutzungsrechtlich "Grünland" und auf Grünland darf keine Solaranlage errichtet werden!

Wir könnten aber ein benachbartes Waldstück abholzen und dort die geplante Anlage errichten!!

Völlig sprachlos zogen wir auf Anraten der städtischen Mitarbeiterin die Bauvoranfrage zurück und bekamen wenig später eine 2-seitige Kostennote über 41 Euro zugeschickt.

Dann rückte das Thema Solar-Stromgewinnung in den Hintergrund, denn wir mussten uns in der Hauptsache über den Fortbestand der Ferienwohnungen sorgen - schon damit hatten wir alle Hände voll zu tun. Außerdem: Der Strom kommt ja auch aus der Steckdose!

Im Zuge unserer Ferienwohnungs-Umnutzungs-Odyssee mussten wir zusätzliche Parkplätze ausweisen (Feriengäste benötigen nämlich mehr Parkplätze als Einheimische - so zumindest die Aussage aus unserem Bauamt!?). 

 

Und dann passierte eigentlich Unglaubliches:

Unser Architekt hat in dem Umnutzungsantrag für die Ferienwohnung und das Ferienhaus Paulihof dreizehn zusätzliche Parkplätze auf genau dem für die Solar-Carportanlage vorgesehenen Standort ausgewiesen und das Bauamt hat dem Antrag die Zustimmung gegeben! Parkplätze werden auf baunutzungsrechtlichem Grünland zugelassen, Solaranlagen hingegen nicht!?

... es geht um die Parkplätze 1 - 13

 

Nun kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen und die Genehmigung zum Errichten einer Carportanlage mit Photovoltaikdach auf einem jetzt genehmigten Parkplatz ist ein Selbstgänger. Das dachten wir zumindest in unserer Naivität ...

 

Voller Euphorie haben wir am 28.4.2022 unsere Bauvoranfrage aus 2021 neu gestellt:

.

Unsere Hoffnung, eigentlich Erwartung, dass dieses Projekt jetzt schnell und unkompliziert über die Bühne gehen würde, erhielt schnell einen Dämpfer: Wochenlang erfuhren wir keine Reaktion aus dem Bauamt, ein Holzangebot von unserem Baustoffhändler mussten wir wegen Fristablauf verstreichen lassen. 

Natürlich blieben wir in der Zeit des Wartens nicht untätig und wandten uns zeitgleich mit unserem Plan - aber auch mit einem Plan B - an die Denkmalschutzbehörde. Die Antwort kam prompt, war kurz gefasst und eindeutig:

Damit hatten wir es schriftlich. Der Denkmal-(Umgebungs-)Schutz macht es "schwierig" im Sichtbereich unseres Hauses eine Photovoltaikanlage zu installieren. Da das Dach des Stallgebäudes (unser "Standort-Plan B") auch erst 15 Jahre alt ist, ist die aufgeworfene Option keine realistische Option für uns.

Gar keine Probleme machten uns mal wieder die Mitarbeiter der Schleswiger Stadtwerke! Wir sollen den Standort und die Leistung der Anlage mitteilen, alles andere würde dann schon laufen ...

Doch zurück zum Bauamt, die Tage und Wochen gingen ins Land, wir konnten wieder einmal nur abwarten ...

 

Dann, am 28.6.2022 um 15.42 Uhr, genau 2 Monate nach unserer Antragsstellung, klingelte Frank`s Handy!

"Ich habe hier noch immer die Voranfrage auf dem Schreibtisch liegen, das Vorhaben sei noch immer nicht genehmigungsfähig und ob ich die Voranfrage nicht zurücknehmen möchte", lautete die ernstgemeinte Nachfrage aus unserem Bauamt!

 

Wir mussten um Fassung ringen, die Worte für eine spontane Antwort fehlten uns.

 

Nein, wir nehmen die Anfrage nicht zurück und warten gespannt auf die Begründung in dem angekündigten Ablehnungsbescheid.

Dieser erreichte uns dann am 15.7.2022, nochmals 17 Tage später, gleich mit einem Gebührenbescheid über 234,75€!

Der Ablehnungsbescheid auf meine Bauvoranfrage vom 28.4.2022
20220714_Bauvoranfrage_Ablehnungsbeschei[...]
PDF-Dokument [4.5 MB]

Ich musste das Schriftstück mehrmals lesen und versuche die Gründe für die Versagung zu verstehen:

Die von uns vorgesehene Standortfläche ist laut gültigem B-Plan eine "private Grünfläche", und damit dürfen dort grundsätzlich keine Bauwerke errichtet werden - auch wenn die Fläche mittlerweile als Parkplatz genehmigt wurde!?

Ich kann es schlichtweg nicht glauben - und: Lesen Sie sich mal die "Begründungen" durch!

Was machen die Menschen, deren Hausdächer mit Reet eingedeckt sind oder deren Dächer "falsch" ausgerichtet sind? Was machen die, die denkmalschutzrechtliche Vorschriften zu beachten haben? Was machen die, deren Dächer eine PV-Anlage nicht tragen können? Sind die alle von der "Energiewende" ausgenommen? Nur weil sie die Anlage nicht in ihren Garten aufstellen dürfen?

Diese Fragen treiben uns um, nur Antworten haben wir nicht!

Doch zurück zu unserem "Einzelfall":

Natürlich geben wir uns mit einer solchen Verwaltungsleistung nicht zufrieden und haben am 3.8.2022 Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt ...

PV-Anlage - Widerspruch
20220803 - Widerspruch Ablehnungsbeschei[...]
PDF-Dokument [259.1 KB]

 

Einen Monat später - am 3.9.2022 - erschien der Bauamtsleiter Andreas Pesenacker höchstpersönlich auf dem Paulihof, sprach mit uns und machte sich vor Ort ein Bild.

Wieder einmal keimte ein Stück Hoffnung in uns auf.

 

Doch dann kam wie aus dem Nichts am 14.10.2022 die endgültige Ablehnung:

Die Zurückweisung unseres Widerspruchs
20221012_Bauvoranfrage_Carport- und Phot[...]
PDF-Dokument [8.8 MB]

 

Und nun? Irgendetwas müssen wir doch noch machen können!

Der Klageweg ist langwierig, teuer und außerdem wenig erfolgversprechend. Habe ich doch vor Inkrafttreten des "Habeck-Gesetzes" die Voranfrage gestellt und außerdem keinen Befreiungsantrag vom B-Plan sondern "nur" eine Bauvoranfrage gestellt!

 

Natürlich war jetzt der Zeitpunkt gekommen, um die Öffentlichkeit einzuschalten.

Am 24.10.2022 erschien ein Redakteur der Schleswiger Nachrichten bei uns und hat sich die ganze Geschichte erzählen lassen - sein Artikel erschien am 1.11.2022.

Die Reaktionen fielen erwartungsgemäß aus, keiner hat Verständnis für die Entscheidungen unseres Bürgermeisters gezeigt.

Schleswiger Nachrichten vom 1.11.2022
... den kompletten Artikel können Sie hier lesen.
20221101_SN_Artikel Photovoltaikanlage.p[...]
PDF-Dokument [2.0 MB]

 

Hinter den Kulissen brodelte es, nachdem der Presseartikel erschienen war und wir unsere Abgeordneten und Teile der Landesregierung angeschrieben hatten! 

Anschreiben an die Abgeordneten und Minister
20221102_Schreiben_Ministerin Sütterlin-[...]
PDF-Dokument [41.1 KB]

Der Bürgermeister bot uns kurzfristig ein persönliches Gespräch an, das Wahlkreisbüro von Robert Habeck meldete sich telefonisch bei uns, aus dem Innenministerium bekamen wir gleich 3 Nachrichten zugeschickt. Mein Telefon stand nicht still und wo immer wir auftauchten war die Ablehnung Gesprächsthema.

 

Am 11.11.2022 fand das persönliche Gespräch mit unserem Bürgermeister statt. Im Ergebnis haben wir uns verständigt, dass wir einen neuen Antragsentwurf fertigen und ihm diesen zu einer Art "Vorprüfung" zukommen lassen. Außerdem wollte er einen Nachweis unserer Parkplatzgenehmigung haben - von einer solchen Genehmigung wusste er nichts!? Am 13.11.2022 habe ich ihm die verabredete Mail geschickt:

Mail mit Antragsentwurf und Parkplatz-Nachweis
20221113_Mail_BM Dose.pdf
PDF-Dokument [184.7 KB]

 

Das "Insolvenz-Drama" unserer Ceremoni-Pächter überlagerte in der Folge das Thema Photovoltaik. Die ein oder andere Rückmeldung trudelte zwar bei uns ein, ein echtes Highlight war aber nicht dabei.

Antwortschreiben Wolfgang Kubicki (FDP)
20221125_Kubicki_Antwort.pdf
PDF-Dokument [600.1 KB]
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Schreiben Petra Nicolaisen (CDU) an Robert Habeck (Grüne)
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Eingangsbestätigung Petition Landtag S-H
20221116_PV-Anlage_Petition_Eingangsbest[...]
PDF-Dokument [515.2 KB]

Das Innenministerium teilte uns am 24.11.2022 per Mail mit, dass unser Schreiben von dort als Fachaufsichtsbeschwerde gegen das städtische Bauamt gewertet wird. Als oberste Baubehörde des Landes habe man eine Stellungnahme der Stadt abgefordert und wird sich in 6 Wochen unaufgefordert wieder bei uns melden.

Das war für uns ein Knaller und hellte unsere Stimmung spürbar auf.

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Fachaufsichtsbeschwerde
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Natürlich haben wir den Redakteur der Schleswiger Nachrichten laufend über die Ereignisse informiert. Am 1.12.2022 erschien dann der zweite Artikel ...

Quelle: Schleswiger Nachrichten vom 1.12.2022

Fast den kompletten Dezember durch passierte so gut wie nichts mehr ...

Lediglich Robert Habeck hat Petra Nicolaisen geantwortet (uns im Übrigen nicht!) aber eigentlich auch nichts gesagt:

Antwort Robert Habeck an Petra Nicolaisen
20221223_Nicolaisen_Antwort Habeck.pdf
PDF-Dokument [350.0 KB]

Am 27.12.2022 bekamen wir dann - quasi als Vorabnachricht - eine Mail von unserem Bürgermeister Stephan Dose zugeschickt, aus der sich ein reger Schriftverkehr ergab. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Stadt Schleswig bei ihrer Ablehnung unseres Vorhabens besteht!

Schriftverkehr mit Bürgermeister Dose
20221227_Mailverlauf BM Dose Planungsbü[...]
PDF-Dokument [449.0 KB]

Wir warten jetzt erst noch das Prüfergebnis aus dem Innenministerium ab, bevor wir den zeit- und kostenintensiven Weg einer B-Plan-Änderung gehen. Aber, was bleibt uns am Ende des Tages übrig?