Familie Neubauer Schleswig, Paulihof
Familie NeubauerSchleswig, Paulihof

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"Nein" zum Tourismus in Schleswig?

Der Bürgermeister der Stadt Schleswig will ganz offensichtlich den Betrieb vieler schon jahrelang bestehender Ferienwohnungen im gesamten Gebiet der Stadt Schleswig untersagen! Das glauben Sie mir nicht?

Ich wollte es auch nicht wahrhaben - aber lesen Sie selbst was passiert (ist): 

Fortbetrieb Ferienwohnungen

Neues von Neubauer:

Januar 2022

Wir wünschen all unseren Gästen und natürlich auch allen anderen "Homepage-Lesern" ein wundervolles Jahr 2022 und würden uns sehr freuen, wenn wir Sie bald mal wieder in unseren Unterkünften begrüßen dürfen!

Wie immer fängt das neue Jahr mit einer

10-wöchigen Fitnesszeit an. Neben gesundem Essen mit einhergehendem Verzicht auf Alkohol, Süssigkeiten und Fett betreiben wir täglich für mindestens 1 Stunde Sport - mit ein wenig Disziplin und starkem Willen werden wir am 12.3.2022 nicht nur leichter sondern auch deutlich fitter sein! Aber bis dahin liegt noch ein langer Weg vor uns ...

Unser guter, alter Chrysler musste mal wieder zum TÜV! Er ist jetzt 17 Jahre alt, hat uns nie im Stich gelassen und unzählige Tonnen Baumaterial transportiert. Auch wenn er die Prüfung am 10.1.2022 locker bestanden hat: 2024 werden wir uns wohl nach einem neuen "Lastenesel" umschauen müssen ...

Jetzt haben wir auch unser erstes Projekt für dieses Jahr gefunden. Es müssen auf unserer Hofanlage alle wasserführenden Absperrhähne, die teilweise 15 Jahre alt sind, wieder gangbar gemacht werden - insgesamt sprechen wir über 41 Absperrhähne!

Einige sind dermaßen festgerottet, dass sie sich nicht mehr bewegen lassen. Und was das für Folgen haben kann, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

 

Februar 2022

In der Nacht zum 19.2.2022 wütete das Sturmtief "Zeynep" auch in Schleswig. Insgesamt sind wir mit einem blauen Auge davongekommen, lediglich eine große Esche fiel dem Sturm zum Opfer. Der Baum brach einfach in der Wurzel ab und stürzte auf den Waldweg.

Die Kettensägen stehen schon bereit, zumindest den Weg wollen wir wieder frei bekommen.

 

März 2022

Das Wetter im März war ein Traum und wir haben die vielen Sonnentage gut zum Aufräumen und Reinigen der Terrassen aber auch Gartenmöbel nutzen können. Insgesamt gibt es nicht viel Neues in Schleswig ...

 

April 2022

Uns beschäftigt - und das nicht erst seit dem Beginn des schrecklichen Angriffskrieges auf die Ukraine - das Thema "Energie". Neben der Grundlagenplanung zum Bau einer Solaranlage, deren Errichtung uns von der städtischen Bauaufsicht bislang nicht genehmigt wurde, haben wir uns einen Vorrat an Alternativbrennstoffen zugelegt: Selbstgemachtes Brennholz, Hartholz- und Kohlebriketts. Aber auch unser Heizverhalten haben wir deutlich verändert und hoffen auf diesem Weg die Kosten für Heizenergie einigermaßen im Griff behalten zu können.

Noch in diesem Monat treffen wir uns mit einem Heizungsbauingenieur - vielleicht hat er ja einen guten Rat für uns!?

 

Am 9.4.2022 hatte Frank die Möglichkeit an einer praktischen Ausbildungseinheit für angehende Sondengänger teilzunehmen. In der Wikingerhauptstadt Haithabu wurde eine Fläche unter Leitung & Aufsicht des archäologischen Landesamtes nach Metallen aller Art abgesucht - nur nennenswerte Funde hat er (natürlich) nicht gemacht.

 

Das zentrale Ergebnis der "Energieberatung" für unsere Zentralheizung auf dem Paulihof, die am 27.4.2022 endlich stattfand, war die Erkenntnis, dass wir ohne eigene Solar-Stromgewinnung in keine weitere Planung für alternative Heizformen einsteigen brauchen.

Also habe ich noch am gleichen Tag eine erneute Bauvoranfrage zur Errichtung einer Solaranlage - jetzt aber auf einer mittlerweile genehmigten Parkplatzfläche - an das Bauamt gestellt. Mal sehen, was für eine Antwort nun von dort kommt ...!?

Die Denkmalschutzbehörde, die ich paralell um Genehmigung einer Solaranlage auf dem Dach unseres benachbarten Stallgebäudes gebeten habe, hat unser Ansinnen bereits negativ beschieden: Der Denkmal-Umgebungsschutz lässt ein solches Vorhaben nicht zu!

Mir ist noch nicht so ganz klar, wie wir mit unseren Behörden & Gesetzen die Energiewende hinbekommen sollen? Ich werde bei Gelegenheit mal irgendeinen der schlauen "Super-Öko`s" dazu befragen ...

 

Mai 2022

Diesen "kleinen" Raben hat unsere Molly gefunden. Er hat sich offensichtlich völlig überschätzt und der erste Flugversuch endete mit einer Bruchlandung in unserem Garten. Bevor ihn die Katzen finden konnten, haben wir ihn sicherheitshalber hochgesetzt. Die Vogeleltern haben zwar kräftig (mit ihm?) geschimpft, ihn anschließend aber weiter umsorgt - Ende gut, alles gut!

www.lottoview.de

Sanierung Regenwasserrohre und Entschlammung des Regenrückhaltebeckens in 2019 und 2020

Wenn wir ehrlich sind, stand dieses Projekt eigentlich schon mit dem Kauf der Liegenschaft Paulihof "auf der Agenda" - wir wussten das bloß nicht!

Die Regenentwässerung funktionierte - und zwar mehr schlecht als recht - das gesamte Konstrukt bedurfte aber einer Grundüberholung.

Das haben wir 2005 aber nicht einmal geahnt. So eine Hofanlage kauft man nicht, wenn einem alle Probleme bekannt wären :-)

Irgendwann Mitte des 20. Jahrhunderts wurde im Südosten unseres Grundstücks das heutige Regenrückhaltebecken erbaut.

Dieses Bauwerk wurde seinerzeit als sogenannte technische Anlage errichtet und von der Kreisverwaltung als solches bis heute geführt.

Zuvor befand sich an dieser Stelle eine Minigolfanlage - das belegt eine alte Grundstückskarte.

Das Regenrückhaltebecken ist ca. 40 Meter lang, gut 15 Meter breit und damit schätzungsweise 600m² groß. Die Wassertiefe kann mittels eines Mönchs variabel eingestellt werden - von kein Wasser bis hin zu 120cm Wassertiefe.

Der Zufluss befindet sich im Nordosten, der Überlauf im Süden des Beckens.

 

Im Laufe der Jahrzehnte sammelten sich Grünabfälle in dem Becken, verrotteten und setzten sich als Schlammschicht auf dem Grund ab. Hinzu kamen die Sedimente des zulaufenden Regenwassers, aber auch sonstiger Müll, welcher achtlos über Jahre in dem Becken landete.

Zudem setzte starker Uferrandbewuchs ein und -  durch den mittlerweile defekten Überlauf begünstigt - wuchsen Bäume und Büsche auf dem Grund und somit mitten im Teich.

 

Jahr für Jahr versandete das Becken zusehends, der Zufluss verstopfte. Das Regenwasser konnte nicht mehr durch die Rohrleitungen auf unserem Grundstück fließen und staute sich dort auf.

 

Diese Entwicklung haben wir mit wachsender Sorge beobachtet und im Jahr 2013 den ersten Versuch einer Reinigung gestartet.

Der erste Versuch einer Beckenreinigung in 2013 scheiterte kläglich ...

Der grobe Pflanzenbewuchs im Becken und am Ufer konnte dadurch zwar zunächst entfernt werden, letztendlich wurden aber nur die Wurzeln zerkleinert und fanden sehr schnell wieder zu alter Wachstumsstärke zurück.

 

Im März 2019 passierte dann das Unvermeidliche:

In unserem Heizungskeller stieg bei Regen das Wasser aus dem Bodenablauf hoch und wir konnten nur noch mittels einer Wasserpumpe eine Überschwemmung der Heizungsanlage verhindern.

Abgang zum Heizungskeller am 17.3.2019

Unser Glück war nur, dass wir keinen Stark- oder Dauerregen hatten und nach wenigen Stunden die Sonne wieder zum Vorschein kam! Dennoch mussten wir natürlich sofort handeln:

Wir reinigten die uns zugänglichen Regenwasserschächte und versuchten mit Hilfe einer "Spülmaus" die Rohrleitungen notdürftig frei zu bekommen ... dabei erhielten wir kurzfristig auch noch die Hilfe der Schleswiger Stadtwerke, die uns mit ihrem Spülwagen die gröbsten Versandungen in den Rohren beseitigten!

Und natürlich mussten auch mal wieder die Zu- und Abläufe des Regenrückhaltebeckens freigelegt werden.

Damit hatten wir alles in unserer Macht stehende getan, aber das reichte noch lange nicht - auch wenn es jetzt bei Regen zu keinem akuten Rückstau mehr kam und das Regenwasser zunächst wieder abfließen konnte.

Der nächste Schritt lag auf der Hand: Die Regenwasserrohre auf unserem Grundstück mussten professionell gereinigt und gespült werden. Blieb nur noch die Fragen nach dem Wie, Wer, Wann und Wieviel (das wohl kosten würde)!

Doch auch jetzt spielte uns wieder das Glück in die Karten: Ein guter Bekannter und Gönner des Paulihofs kannte wen, der wiederrum wen mit einer Firma für Rohrspülungen kannte und auch noch kurzfristig Zeit hatte!

Aber jetzt wurde es kompliziert! Während des Spülens, Fräsens und Filmens der Leitungen entdeckten wir verborgene Regenwasserschächte mitten auf unserem Grundstück, die unterhalb der Grasnarbe versteckt lagen. Mittels Maßband und Wünschelrute konnten wir die Lage der Schächte einigermaßen orten.

Nun hieß es buddeln ...

Tatsächlich konnten wir 3 verschlossene Schächte mitten auf unserer Wiese finden, wieder freilegen und aufbauen.

Erst jetzt war ein durchgängiges Reinigen der kompletten Regenwasserleitung möglich - in einem Schacht war sogar ein kleiner Baum gewachsen! Unglaublich!

Aber das erklärte den Regenwasserrückstau bis in den Heizungskeller ...

Jetzt hatten wir alles getan - oder?

Keller unter der Ceremoni (8.10.2019)

Der Neubau des Internatsgebäudes auf dem benachbarten BBZ-Gelände hatte begonnen. Während der Tiefbauarbeiten hatten die Arbeiter das aufsteigende Grundwasser mit einer Hochleistungspumpe aus der Baugrube in die angrenzenden Regenwasserrohrleitungen gepumpt und auf diesem Wege in unser Regenrückhaltebecken eingeleitet!

Meine Güte, waren das Wassermassen und gefragt hat natürlich auch keiner! Für so etwas ist das Regenrückhaltebecken nicht ausgelegt und der Überlauf verstopfte daraufhin - der Wasserspiegel stieg unaufhörlich ...

Irgendwann drückte das zurückgestaute Wasser des Regenrückhaltebeckens durch die Rohre in den Keller der Ceremoni und auch in unseren Heizungskeller.

Wir ließen sofort die Wassereinleitung stoppen und wandten uns hilfesuchend an die Tiefbaufirma Albrecht sowie die Schleswiger Stadtwerke. Beide waren sofort zur Stelle und haben größere Wasserschäden durch ihr beherztes Eingreifen verhindert.

Was wir dann erlebt haben, möchte ich keinem vorenthalten, alleine über diesen Vorgang könnte ich ein komplettes Buch schreiben: 

Für den nächsten Tag (9.10.2019) habe ich die Fa. Albrecht mit Bagger bestellt, um den Über- bzw. Ablaufgraben im angrenzenden Waldstück von Geäst, Schlamm und weiterem Störgut zu befreien. Zeitgleich habe ich die Liegenschaftsabteilung der Kreisverwaltung, die Untere Naturschutzbehörde, den Landesforst sowie den Architekten des BBZ-Internatbaus über die bevorstehenden Baggerarbeiten am Morgen des Folgetages informiert.

Benötigt man sonst Wochen für die Organisation eines solchen Ortstermins, waren plötzlich alle Behördenvertreter da! Baggerarbeiten im Wald - geht ja gar nicht ...

Und ob das geht!

Ohne Antrag und Genehmigung fing die Fa. Albrecht auf meinen Auftrag hin an und baggerte den Wassergraben im Wald frei, die Rohrleitung vom Regenrückhaltebecken in den Graben hatten die Schleswiger Stadtwerke bereits gespült und gesäubert.

Bald darauf schoss das aufgestaute und drückende Regenwasser durch den Überlauf und den mittlerweile freigelegten Graben - der Wasserspiegel senkte sich langsam wieder ab.

Die Vertreter der Kreisverwaltung hielten sich vornehm zurück, der bauverantwortliche Architekt hatte nur Angst, dass ich irgendwelche Regressforderungen an ihn richten würde und die Vertreterin der Landesforsten stellte fest, dass sie für den "Niemandslandwald" nicht zuständig wäre!

Nach vielem Geschwafel und verstädnisvollem Kopfnicken löste sich der Ortstermin (aber auch der Wasserrückstau) in Wohlgefallen auf.

Nur mal so am Rande: Auf den Kosten blieben ganz alleine wir sitzen!

Nun war aber auch klar geworden, dass das Regenrückhaltebecken entschlammt werden musste! Es musste ein echter Profi her.

Die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde haben wir dann auch schnell und wirklich unkompliziert bekommen. Wegen der Wanderungszeiten des Kammmolches (den gibt es tatsächlich in dem Regenrückhaltebecken), durften wir allerdings erst Mitte November starten. So blieb uns ausreichend Zeit, um einen Profibetrieb für diese Arbeit zu finden und auch noch den Überlauf (sog. Mönch) zu reparieren ...

 

Ich nehme es mal vorweg:

Der Kammmolch ist nach dem Entschlammen wieder in seinen Teich "eingezogen", nur hoffentlich fängt ihn nicht der Fischreiher weg ...

Und wieder ein echter Glückgriff: Wir haben das Lohnunternehmen Hoyer für die Arbeiten gewinnen können. Tolle Arbeit, absolut zuverlässig und bezahlbar - wobei wir schon wissen, dass die Rechnungssumme ein echter Freundschaftspreis war!

... ich bitte um noch ein wenig Geduld - an der Fertigstellung wird gearbeitet!